Schüleraustausch am Herzogenrather Gymnasium: rund 30 Jugendliche begegnen sich und vertiefen die deutsch-französische Freundschaft. Auf dem Programm steht auch ein Besuch im Herzogenrather Rathaus.

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Bürgermeister Christoph von den Driesch begrüßt die jungen Gäste mit den Worten „Bonjour à toutes et bienvenue à Herzogenrath!“. Unterstützt wird der Verwaltungschef von dem Vorsitzenden des Städtepartnerschaftskomitees, Reinhard Granz und dem Leiter des Schulamtes, Josef Poqué. Mehr als 30 Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren aus den Jahrgangsstufen 8, 9 und 11 lernen sich derzeit im Rahmen eines Schüleraustausches am städtischen Gymnasium kennen. Die Gäste kommen von der Schule Stella Maris aus St. Quay Portrieux und dem College Lequeer aus der Herzogenrather Partnerstadt Plérin. Begleitet werden sie auf ihrer Reise auf französischer Seite von der Deutschlehrerin Christine Houssin und ihrer Gehilfin Maeira Le Chevanton und auf deutscher Seite von der neuen Schulleiterin des Herzogenrather Gymnasiums, Dr. Renate Schwab und Maxie Lühring, Lehrerin für Französisch und Kunst.

Der Bürgermeister gibt den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit Fragen an ihn zu richten, um mit den jungen Leuten in einen Dialog zu kommen. Die Frage und Antwort-Runde wurde eröffnet mit Fragen wie: „Warum empfangen Sie uns?“, „Haben Sie als junger Mensch schon mal an einem Schüleraustausch teilgenommen?“, „Waren Sie schon mal in Frankreich?“, „Warum gibt es diese Städtepartnerschaft?, „Wie schätzen Sie die Beziehung zwischen Deutschen und Franzosen ein?, „Welche Werte möchten Sie in Herzogenrath vermitteln?“.

Der Verwaltungschef stand Rede und Antwort und unterstrich dabei das große Interesse der Stadt Herzogenrath an einem aktiven Austausch: „Für eine lebendige Partnerschaft müssen Menschen diese Partnerschaft leben. Nur wenn man gegenseitig die Kultur und Sprache kennen lernt, kann man sich besser verstehen.“ Er bedauert, als Schüler an seiner Schule nicht die Möglichkeit zu einem solchen Austausch gehabt zu haben. In seiner mittlerweile 15jährigen Berufszeit in Herzogenrath hat er schon häufig die Partnerstadt Plérin besucht und privat auch Reisen an die Loire und in die Provence unternommen. Die deutsch-französische Freundschaft ist für ihn – schon aus der Historie heraus – eine wichtige Errungenschaft, die maßgeblich von den Staatsmännern Charles de Gaulle und Konrad Adenauer auf den Weg gebracht wurde. Sie ist ein Meilenstein in der weiteren europäischen Entwicklung. „Ohne sie würden wir hier und heute nicht in einem friedlich geeinten Europa zusammen sitzen“, so von den Driesch. Er äußert aber auch seine Sorge, dass sich in der europäischen Gesellschaft immer mehr Egoismus ausbreitet und richtet den dringenden Appell an die jungen Leute aufeinander einzugehen und kompromissbereit zu sein, denn „Europa lebt von der Vielfalt und genau das macht Europa aus!“

Die Schülergruppe hatte nach dem Empfang im Rathaus noch ein volles Tagesprogramm, das auch gemeinsame sportliche Aktivitäten beinhaltete. In Kürze verlassen die Jugendlichen wieder ihre Gastfamilien und so manche zwischenzeitlich geschlossene Freundschaft wird über diesen Austausch hinaus Bestand haben.

Quelle: Stadt Herzogenrath

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