Wir alle müssen am großen Projekt „Europa“ mitarbeiten und seine Stärken stärken.“

Interkulturalität in Europa als Stärke (er)leben – unter diesem Motto veranstaltete die Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule in Kohlscheid in diesem Jahr ein Projekt im Rahmen der bundesweiten Europawoche, die vom 4. bis 12. Mai stattfand. Als besonderen Gast konnte die Schule die Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers begrüßen.


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Interkulturalität als Stärke erkennen und im Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler verankern, das war das Ziel des diesjährigen Projektes an der Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule zur Europawoche 2019. Rund 24 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 5 bis 7 und der internationalen Vorbereitungsklasse (IVK) arbeiteten gemeinsam mit der Aachener Regionalgruppe von „Ingenieure ohne Grenzen e.V.“  an dem Projekt „Gazebo“ in einem dreitägigen Workshop an der Schule. In diesem Projekt arbeitete eine bunt gemischte Schülergruppe gemeinsam praktisch und begegnete damit auch verschiedenen Kulturen und deren Besonderheiten. Federführend koordinierte die Lehrerin Corinna Hagel das Projekt: „Ich hatte Kontakt zu der Regionalgruppe „Ingenieure ohne Grenzen“, mit der wir das Projekt Gazebo organisiert haben, bei dem interkulturelles Lernen und Technik im Fokus steht. Wir wollen damit für die Kinder Europa greifbar machen und ihnen die Stärken aufzeigen. In diesem Projekt konnten wir gemeinsam an Techniken basteln und gemeinsam lernen mit Problemen umzugehen und sie zu lösen. Wir hatten eine sehr gute Kommunikation untereinander und haben es geschafft über Technik die unterschiedlichen Kulturen in ein Boot zu holen. Wir müssen Europa für die Kinder greifbar machen“, so Corinna Hagel.

Von den Ingenieuren ohne Grenzen begleiteten Julian Voigt, Christopher Menzel, Katharina Funken und Amelie Brodersen das Projekt in Kohlscheid. Ihre Erfahrungen waren sehr positiv, da die Kinder Europa und der EU sehr offen gegenüber standen. Jaden, 11 Jahre und Malte, 12 Jahre, beide Schüler der Klasse 6c an der Gesamtschule beschreiben ihre Teilnahme mit Begeisterung: „ Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, gemeinsam Modelle wie z.B. eine Wasserkraftanlage, zu bauen. Wir haben gelernt, dass alles noch besser und friedlicher laufen könnte, wenn wir aufeinander zugehen, den anderen nicht unterschätzen und miteinander arbeiten.“

Zum Abschluss der Europawoche kam ein besonderer Ehrengast an die Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule: die Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers. Die SPD-Politikerin sagt von sich selber: „Für mich bedeutet Politik Verantwortung. Dass ich mich für andere Menschen einsetzen kann. Und das geht nur, wenn wir im Gespräch bleiben!“ Und ins Gespräch kam sie an der Gesamtschule Kohlscheid sehr schnell. Die Schülerinnen und Schüler wollten ihren Gast nicht nur zum Thema Europa zu Wort kommen lassen, sondern auch Persönliches erfahren. Von Fragen, wie „ Wie sind Sie Politikerin geworden?, Mögen Sie ihre Partei? Was machen Sie tagsüber? oder: Wollen Sie Bundeskanzlerin werden?“, stand Frau Voigt-Küppers Rede und Antwort und leitete dann zu der Europathematik über. „Es gibt viele Europaskeptiker und Menschen, die vor diesem großen Gebilde Angst haben. Unsere Aufgabe ist es diesen Raum erfahrbar zu machen, Ängste zu überwinden, Politik zu erklären, auf die Menschen zuzugehen und Entscheidungen transparent zu gestalten. Insbesondere auch junge Menschen sollen Politik erleben und erfahren, dass sie Alltag ist und Spaß machen kann. Europa ist die einzige Antwort auf die Probleme, die mit der Globalisierung  und Digitalisierung zusammen hängen. Solche Aktionen wie hier an der Gesamtschule Kohlscheid sind enorm wichtig, um Berührungsängste abzubauen oder gar nicht erst entstehen zu lassen.“

Schulleiterin Barbara Onkels: „Ich bin dankbar, dass im Kollegium so viele Menschen sind, die gemeinsam das Thema bearbeiten. Somit können wir Europa als Thema in der Schülerschaft erfahrbar machen. Ich selbst bin überzeugte Europäerin. Ich bin von Krefeld nach Aachen gekommen und habe 10 Jahre in Kerkrade gelebt. In dieser Zeit kannte ich auch noch Passkontrollen. Heute ist das Leben an der Grenze wesentlich freier geworden und die einheitliche Währung erleichtert vieles. Rein praktisch ist für mich Europa nicht mehr wegdenkbar. Bei allen aktuellen Diskussionen – wir alle müssen am großen Projekt „Europa“ mitarbeiten und seine Stärken stärken.“

Das „Wir-Gefühl“ stärken, verständnisvoll miteinander umgehen und das Tag für Tag – ein ambitioniertes Ziel, dem die Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule mit ihrem Engagement vorbildlich zuarbeitet.

Quelle: Stadtverwaltung Herzogenrath

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