Björn Bock und der Architekt Frank Drehsen von der Fa. WPA Bau u. Planungsbüro GmbH nehmen auf den Leserbrief von Burkhard Versohl hier Stellung:

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Björn Bock sagt:

Sehr geehrter Herr Verspohl,

vielen Dank für Ihre Stellungnahme. Im konstruktiven Austausch können wir sicherlich zusammen viel in Kohlscheid erreichen. Sie sprechen Herrn Topa und mich an. In Absprache mit Herrn Topa sende ich Ihnen diese Antwort.

Ich denke und lese es so, dass wir uns dahingehend einig, dass die jetzige Situation rund um den Markt verbesserungswürdig ist. So wie ich mich erinnere haben Sie vor 6 Jahren auch eigene Vorschläge gemacht, die die Situation verbessern sollen. Ich denke zumindest Teile von Ihren Überlegungen finden sich in den vorgestellten Plänen wieder. Alleine die vergangenen 6 Jahren zeigen, wie lange und mühselig solche Entwicklungen sind und wie wichtig das stetige Arbeiten daran ist.
Ebenso wie Herr Topa habe ich in den letzten Jahren die Zeit genutzt unzählige Gespräche zu dem Thema mit verschiedensten Personengruppen zu führen, gerade weil ich als Stadtratsmitglied weiß, dass es letztlich darauf ankommt alle an dem Entwicklungsprozess zu beteiligen und Interessen sehr unterschiedlich sind, diese abgewogen werden sollten. Das sind viele Gesprächen mit Bürgern, Eigentümer, der Verwaltung, vielen Politikern in der Stadt, in den Ausschüssen, potenziellen Betreibern, Investoren und Fachleuten gewesen und wir führen diese stetig weiter.

Gerade weil das Thema so komplex ist, ich kein Architekt oder Stadplaner bin, ebenso wie Herr Topa, war die Überlegung bei uns beiden, wie können wir das ganze fachlich stärken und begleiten lassen. Herr Topa hat den Schritt gewagt ein professionelles Bau- und Planungsbüro, das auf eigene Kosten, zu engagieren. Dieses Büro hat dann Überlegungen für das Zentrum in Kohlscheid entwickelt und zusammen mit uns zur Diskussion gestellt.

Sehr gut hätte ich es gefunden, wenn Sie sich auch inhaltlich zu den Plänen geäußert hätten und nicht im wesentlichen darüber, wie aus Ihrer Sicht Stadtplanung funktioniert. In dem Punkt widerspreche ich Ihnen auch. So wie Sie sich Stadtplanung vorstellen, in dem diese ausschließlich in den Händen der Verwaltung aufgehoben sein soll, funktioniert sie nicht. Würde Ihre Annahme stimmen hätten wir nicht die jetzige Situation rund um den Markt seit unzähligen Jahren. Stadtentwicklung funktioniert aus meiner Sicht indem verschiedene Akteure sich daran beteiligen. Das sind bspw. Bürger wie Herr Topa, die Stadtratsmitglieder, ebenso wie die Verwaltung und etwa die Stadtentwicklungsgesellschaft, die sich genau um diese Themen mitkümmern musss und wird. Diesen Weg gehen wir gerade mit den unterschiedlichen Interessierten und Beteiligten. Abzuwarten, wie Sie es vorschlagen, das machen wir in Kohlscheid schon lange und wenn Sie wissen seit wie vielen Jahren schon über die jetzt in der Realisierung befindliche und von Ihnen angesprochene, Markttangente diskutiert wurde, dann können Sie erahnen, dass eine Planung nicht früh genug angefangen werden kann.

Neben dem vorgestellten Topa-Plan, der als professionelle Diskussionsgrundlage dient, sollten noch viele andere Dinge rund um den Markt in den Blick genommen werden, damit das Zentrum wiederbelebt wird und das mit Qualität. Beispielsweise ist hier Kultur zu benenennen und das rund um den Markt unterschiedliche Menschen Aufenthaltsqualität finden, Bedürfnisse sind sehr unterschiedlich. Natürlich habe ich dem beauftragten Architekten Ihren Leserbrief weitergeleitet und er hat eine Antwort formuliert.

Ich rege an, dass wir ein gemeinsames Gespräch führen und uns über die Entwicklung in Kohlscheid austauschen. bjoern.bock@fdp-herzogenrath.de

Viele Grüße

 Anmerkung von Björn Bock:
Weder Herr Topa noch ich wollen dort Grundstücke erwerben oder haben dort welche erworben, wir „spielen da kein Monopoly“. Wir verfolgen damit keine privaten Interessen, sondern sind mit besten Absichten für Kohlscheid und die Bürger unterwegs. Den darin versteckten Vorwurf weisen wir entschieden zurück und halten den Vergleich für unpassend.

Architekt Frank Drehsen sagt:

Sehr geehrter Herr Verspohl,

ihre Stellungnahme zum Projekt Topa Plan – Neue Mitte Kohlscheid hat uns veranlasst einige Ihrer Gedanken aufzugreifen und diese Ihnen aus unserer Sicht einmal zu erläutern.

Zunächst einmal wollen wir verdeutlichen, das uns die demokratischen Prozesse in städteplanerischen Vorgängen sehr wohl bewusst sind.

Auch die Einbindung von Fachplaner und allen engagierten Bürgern und Bürgerinnen halten wir für genauso unumgänglich und richtig.

Darüber hinaus, denken wir aber vor allem, das die Idee von Herr Topa zur Neugestaltung und Revitalisierung des traditionellen Kohlscheider Zentrums Unterstützung verdient.

Die Absicht der von uns gemeinsam mit Herrn Topa entwickelten Konzepte ist dabei nicht eine finale Lösung zu formulieren, sondern in Varianten, die Vielfalt der Möglichkeiten die die Kohlscheider Mitte bietet, sichtbar und auch für den Laien greifbar zu machen. Im Speziellen im Bezug auf das von uns gewählte Plangebiet.

Unser Zeil ist es dabei im Besonderen einen Baustein, wenn nicht gar einen zentralen Baustein, im Stadtentwicklungskonzept von Kohlscheid mit Leben zu füllen. In diesem Zusammenhang denken wir aber in der Tat, das in Bereich der oberen Südstraße /Weststraße ein Handlungsbedarf besteht, dem aufgrund des aktuellen Zustandes der Substanz möglichst früh nachgekommen werden muss.

Unser Anliegen ist für diesen Baustein den nötigen Impuls zu geben.

Vor allen Dingen das überparteiliche Interesse am unserem Konzept scheint diesen Gedanken aktuell zu unterstützen.

Wir hoffen Ihnen die Zielsetzung und den aktuelle Status des Vorhabens Neue Mitte Kohlscheid / Topa – Plan etwas näher gebracht haben zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Frank Drehsen
M.A. Architektur BDB

WPA
Bau- u. Planungsbüro GmbH

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