KBC ohne Wasser - Bakterieller Befall legt Duschanlagen lahm

Der Wiederaufstieg des Kohlscheider BC in die Landesliga ist geschafft. Weniger Grund zur Freude bereitet dem Verein allerdings der Umstand, dass die Duschen auf dem Vereinsgelände seit nunmehr 10 Wochen nicht genutzt werden können. Angefangen hat alles mit einer routinemäßigen Untersuchung des Duschwassers auf bakteriellen Befall.


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Duschanlagen seit 10 Wochen nicht nutzbar

Der Kohlscheider BC ist zweifelsohne eines der Aushängeschilder der Stadt Herzogenrath. Nachdem der Verein in diesem Jahr wieder den Sprung in die Landesliga geschafft hat, könnte man meinen, dass für den Club die Welt wieder in Ordnung ist. Doch die Zustände im Kohlscheider Oststadion, dem Trainingsgelände und gleichzeitiger Spielstätte des KBC, sprechen eine andere Sprache. Konkret geht es um die fehlenden Duschmöglichkeiten für die Spieler, denn diese müssen seit nunmehr 10 Wochen auf die wohlverdienten Duschen nach Ligaspielen und Trainingseinheiten in den Einrichtungen am Oststadion verzichten.

Nachdem bei einer regelmäßigen Untersuchung der Wasserqualität Bakterien festgestellt worden waren, hatte die Stadt Herzogenrath die Nutzung der Duschmöglichkeiten kurzerhand verboten und dem Verein das Wasser abgedreht. Bei dem Versuch die Bakterienherde in den Armaturen der Duschanlagen zu beseitigen, kam es – aufgrund der bei dem Vorgang erforderlichen hohen Temperaturen – zu einem Schaden an den veralteten Wasserleitungen. Der Rohrschaden ist mittlerweile wieder behoben, die Nutzung der Duschanlagen seitens der Stadt allerdings nach wie vor nicht freigegeben. Eine zweite Prüfung der Wasserqualität am vergangenen Mittwoch, dessen Laborergebnis weitere 10 Tage auf sich warten lässt, verzögert die Wiederinbetriebnahme der Duschanlagen nur noch mehr.

KBC ohne Wasser - Duschanlagen gesperrt

„Fehlendes Entgegenkommen seitens der Stadt“

Ein unzumutbarer Zustand wie der Vereinsvorsitzende Wilfried Bücken findet und fragt sich warum solche Prüfungen gerade zum Saisonauftakt durchgeführt werden müssen und bemängelt das fehlende Entgegenkommen seitens der Stadt. Im Rahmen einer Notlösung waren die Spieler eine Zeit lang auf die Duschen in der umliegenden Turnhalle ausgewichen. „Die Duschmöglichkeit nach den Trainingsabenden habe ich mit den Turnhallennutzern auf kurzem Dienstweg abgestimmt, ohne Probleme und ohne Wissen der Stadt, in der Hoffnung in der verflossenen Zeit eine Freigabe zu bekommen“, wie uns Bücken im Gespräch mitteilt. Diese Notlösung wurde inzwischen seitens der Stadt jedoch abermals untersagt.

Weiterhin merkt der Vereinsvorsitzende an: „Zum Saisonauftakt habe ich in Eigenregie die Fachfirma beauftragt uns wenigstens Wasser für die persönlichen Bedürfnisse frei zu schalten und die WC-Anlage zu reinigen“, denn bei einem Ligaspiel mit 200 – 300 Zuschauern müssen zumindest die Toiletten funktionstüchtig sein. „Als Eigentümer des Platzes und der Duschen steht die Stadt in der Pflicht dafür zu sorgen, dass die technischen Anlagen funktionieren. Seitdem die Vereinsgebäude im Jahr 1959 errichtet wurden, ist hier allerdings nichts passiert“, wie uns der Vereinschef weiter mitteilt.

Es bleibt zu hoffen, dass sich die Sache zu Gunsten der Betroffenen in Kürze klärt. Bislang war es uns nicht möglich ein Statement seitens der Stadt in dieser Angelegenheit zu bekommen. Bis die endgültigen Laborergebnisse der letzten Wasserprüfung voraussichtlich Ende dieser Woche vorliegen und die Stadt die Duschanlagen offiziell wieder freigibt, müssen die Spieler des KBC wohl oder übel noch zu Hause duschen.

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