Kaufland-Effekt in Kohlscheid vermeiden

Im Rahmen der am Dienstag stattgefundenen Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses der Stadt Herzogenrath im Rathaus stand auch der Punkt „Kohlscheid Zentrum-Langenberg“ wieder auf der Tagesordnung.

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Ziel war es, für den Bereich des ehemaligen Kaiser’s Am Langenberg ein „zentrumsverträgliches Sondergebiet für großflächigen Einzelhandel mit dem Sortiment Lebensmittel“ festzusetzen. Da jedoch erneut große Unstimmigkeit zu diesem Thema unter den vertretenen Politikern sowie Vertretern der Verwaltung herrschte wurde die Entscheidung in den Januar vertagt.

„Die Kleikstraße ist durch den Vollsortimenter ‚Kaufland‘ zum Sterben verurteilt. Das wollen wir in Kohlscheid nicht sehen!“

Erst Mitte November hatte sich der Werbering Kohlscheid in einem offenen Brief gegen eine Positionierung eines Vollsortimenters am Langenberg und für eine Positionierung am Kohlscheider Markt ausgesprochen. Und auch in der Sitzung Anfang dieser Woche wurden Stimmen gegen den Standort Langenberg laut. So sagte Uli Rennen, sachkundiger Bürger der FDP, den „Werbering sehr enrst zu nehmen“ und rief die negativen Auswirkungen auf den Einzelhandel durch die Kaufland-Positionierung in unmittelbarer Nähe zur Kleikstraße in Herzogenrath-Mitte in Erinnerung. Reimund Billmann von der CDU erwiderte daraufhin, dass Kohlscheid abgesehen von den Mitgliedern des Werberings rund 20.000 Einwohner habe und „vielleicht sollte man die auch ernst nehmen“.

Walter Breuer, Vorsitzender des Stadtmarketings Herzogenrath betonte erneut, dass man sich nach wie vor ausdrücklich gegen eine Positionierung eines Lebensmittelmarktes am Langenberg ausspricht und verwies wie Rennen auf den Kaufland-Effekt in Herzogenrath: „Die Kleikstraße ist durch den Vollsortimenter Kaufland zum Sterben verurteilt. Das wollen wir in Kohlscheid nicht sehen!“. Uli Rennen pflichtete bei, dass alle 20.000 Kohlscheider Bürger von einem attraktiven Zentrum am Markt profitieren würden und dass der Langeberg nicht zum Zentrum zähle, da es eine Entfernung zum Markt sei „die ein Fußgänger nicht mehr geht“.

Aufgrund der Tragweite dieser Entscheidung entschieden Vertreter aller Parteien mehrheitlich die Entscheidung in den Januar zu verlegen um so mehr Zeit zur Einholung von Informationen, unter anderem bei dem potentiellen Investor ITG, zu haben in der Hoffnung, dass „etwas Gutes dabei herauskommt“, wie Dr. Manfred Fleckenstein von der SPD es ausdrückte. Die Verwaltung der Stadt Herzogenrath in Person des Technischen Beigeordneten Ragnar Migenda verwies abschließend darauf, dass man bereits vergeblich nach einem Betreiber für einen Lebensmittelmarkt unmittelbar am Markt gesucht habe und „je länger man wartet, tut man dem Zentrum von Kohlscheid auch nicht gut.“

Es bleibt also spannend wenn es um das Thema „Supermarkt im Kohlscheider Zentrum“ geht.

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