Auch die „Unabhängige Bürgerliste Herzogenrath“ hat zu den Planungen rund um den Kohlscheider Markt Stellung genommen.


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Stellungnahme UBL

„Kommt der Markt Am Langenberg, ist eine einmalige Chance für das Zentrum von Kohlscheid leichtfertig vertan!“ Dies ist ein aktuelles Zitat von Rüdiger Staron, dem ehem. Technischen Dezernenten der Stadt, der die online-Petition der „Initiative Kohlscheid 2020“ unterschrieben hat. Er begründet seine Meinung damit, „da ich an der Realisierung der Vorschläge bis zu meinem letzten Arbeitstag gearbeitet habe.“

Wir sehen das genauso! Ein „Vollsortiment-Markt“ in der angedachten Größenordnung trägt keinesfalls zur Belebung des Marktbereichs bei, das Gegenteil ist der Fall. Nicht umsonst wehren sich die Inhaber der „kleinen Geschäfte“ in der Südstraße/am Markt dagegen. Beobachtet man z.B. das Einkaufsverhalten beim Discounter in Herzogenrath am Bahnhof, unterstreicht das die Befürchtungen. Die meisten Kunden kommen mit dem Auto, kaufen im Discounter ein und fahren wieder. Kaum einer „verirrt“ sich in die Innenstadt in die angrenzenden Straßen. So gräbt man „kleinen“ Geschäften systematisch „das Wasser ab“.

Darüber hinaus bringt ein „Vollsortiment“ Am Langenberg zusätzlichen Verkehr. Der ist nötig, damit sich für einen Investor das Ganze „rechnet“. Das steht im Gegensatz zur Ursprungsplanung für Kohlscheid, die den motorisierten Individualverkehr deutlich reduzieren wollte.

Auch die sog. „Markttangente“ ist unserer Meinung nach überdimensioniert und hat den Charakter einer überörtlichen Umgehungsstraße. Auch dadurch wird neuer Verkehr angezogen, z.B. über die Kaiserstraße. Dies hatten wir in unserem letzten Antrag ausführlich erläutert.

Die Belastung der angrenzenden Straßen Am Langenberg und in der Puetgasse ist schon heute unerträglich. Diese Straßen werden keineswegs nur für den innerörtlichen Anlieger- oder für den „kleinen Grenzverkehr“ nach und von Bardenberg genutzt, sondern dienen vielmehr als „großen Umgehungsverkehr“.

Von daher ist die Interessenlage der Anwohner dort mit denen auf der Bardenberger Seite identisch, die eine Sperrung der Durchfahrt an der „Alten Mühle“ wollen. Wir unterstützen das!

Wir sollten froh sein, dass sich „engagierte Bürger aus Kohlscheid“ in den Planungsprozess einbringen. Auch wenn das für manche lästig ist. Wir sehen das positiv!

Deshalb sind wir nicht einverstanden mit der rigiden Ablehnung der Verwaltung im Beschlussvorschlag.

Wenn, wie die Verwaltung schreibt, dies alles „Themenkomplexe sind, die im Rahmen des Aufstellungsverfahren zum Bebauungsplan II/66 „Am Langenberg“ umfänglich ermittelt, geprüft und bewertet werden und sodann in die Planarbeit einfließen“, ist es widersinnig, die „Bürgeranregung“ komplett abzulehnen.

Wir möchten folgendes zum Beschluss stellen:

Der Umwelt- und Planungsausschuss empfiehlt dem Stadtrat:

Er nimmt die Bürgeranregung gem. §24 GO-NRW vom 14.6.2018 zur Kenntnis. Er erwartet, dass die darin gemachten Forderungen bei den Planungen berücksichtigt werden und in die Planung einfließen. Die Antragsteller sind darüber in Kenntnis zu setzen.

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