Die Stadt Herzogenrath kontaktierte uns und bat uns, ihre Stellungnahme zu dem bei uns kürzlich veröffentlichten, offenen Brief an die Ratsmitglieder zu publizieren:


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Auf der Internetseite „Kohlscheid.de“ kritisiert Herr Volker Brucksch in einem offenen Brief die Haltung und Vorgehensweise der Stadtverwaltung im Hinblick auf den geplanten Radschnellweg, den Neubau der Markttangente und der Ansiedlung eines Supermarktes am Langenberg. Darüber hinaus suggeriert Herr Brucksch die Absicht der Verwaltung, einen Rathausneubau zu planen.

Die Verwaltung teilt hierzu mit, dass unterschiedliche Meinungen und Auffassungen zu den Zielen und Planungen der Stadtentwicklung üblich, aber auch notwendig und erwünscht sind. Sie finden auch in den jeweiligen Planungs- und Abwägungsprozessen der Verwaltung und des Stadtrates Berücksichtigung. Die inhaltlichen Ausführungen von Herrn Brucksch entsprechen jedoch nicht der Realität. Die Vorwürfe in dem offenen Brief sind in keinster Weise gerecht fertig.

Hinsichtlich des Radschnellweges weißt die Verwaltung zunächst darauf hin, dass die Städteregion Aachen als Projektträger in umfangreichen Voruntersuchungen und Studien die Machbarkeit des Radschnellweges geprüft hat. Die Gutachten sind ebenfalls in mehreren Bürgerinformationen und den entsprechenden Internetseiten veröffentlicht worden. Eine Beteiligung der Träger öffentlicher Belange hat stattgefunden. Es hat somit ein umfassender Abwägungsprozess stattgefunden, so dass letztlich der Städteregionstag und die Räte der betroffenen Städte der Trassierung zugestimmt haben. Entgegen der Aussage von Herrn Brucksch verläuft die derzeit geplante Trasse nicht durch das Naturschutzgebiet Wurmtal.

Zur Entwicklung des Gebietes um den Langenberg bzw. Markt weist die Verwaltung darauf hin, dass die erste Bürgerversammlung mit einem Workshop hierzu bereits 2014 stattgefunden hat. In der Zwischenzeit haben zahlreiche weitere Informationsveranstaltungen z.B. zum Verkehrskonzept stattgefunden. Die Anregungen und Bedenken der Bevölkerung werden von der Verwaltung berücksichtigt und fließen in den Entscheidungsprozess ein. Eine weitere Bürgerinformation ist im September 2018 vorgesehen. Eine abschließende Entscheidung über den Bebauungsplan soll bis Ende des Jahres getroffen werden. Die von Herrn Brucksch vorgeworfene mangelnde Bürgerbeteiligung entbehrt jeder Grundlage.

Auch die von Herrn Brucksch angesprochene angebliche Planung der Stadtverwaltung für einen Rathausneubau, die Vernachlässigung von Instandhaltungsmaßnahmen am Rathaus und die suggerierte Verschwendung von Steuergeldern weist die Verwaltung zurück und entbehren ebenfalls jeder Grundlage.

Die Verwaltung teilt hierzu mit, dass 2015 im Rahmen der Aufstellung des „Integrierten Handlungskonzeptes für Herzogenrath-Mitte“ vom Gutachter und der Bezirksplanungsbehörde mehrfach angeregt worden ist, durch eine Verlagerung von öffentlichen Einrichtungen/Ämtern aus dem Rathaus die Innenstadt zu beleben und dadurch auch potentielle Kunden für die Gewerbetreibenden und den Einzelhandel zu gewinnen.

Ein Rathausneubau wurde ebenfalls diskutiert. Wie bekannt ist, entspricht das Rathaus nicht mehr den energetischen und funktionellen Anforderungen. Im Sommer steigen die Temperaturen in den Büroräumen auf nicht mehr zumutbare Temperaturen. Es war daher richtig und notwendig, auch über Alternativen nachzudenken. Jedoch wurde bereits 2016 diese Idee aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr weiter verfolgt. Seitdem wird das Rathaus in Herzogenrath sukzessive saniert. Von einer Verschwendung von Steuergeldern kann keine Rede sein.

Der Verwaltung ist bewusst und aus den zahlreichen Gespräch mit den Bürgern/innen und Gewerbetreibenden bekannt, dass die Entwicklung des Stadtteiles Kohlscheids um den Markt und Langenberg kontrovers diskutiert und um die beste Lösung gerungen wird. Es wird jedoch daran appelliert, die unterschiedlichen Argumente sachlich einzubringen.

 

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