Polizist

Die Aachener Polizei hat die Kriminalitätsstatistik für das vergangene Jahr präsentiert. Die Zahl der Straftaten ist in der Städteregion erneut gesunken. Zurücklehnen können sich die Polizei und andere Ermittlungsbehörden aber trotzdem nicht.

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Die niedrigsten Fallzahlen der letzten zehn Jahre

Der Aachener Polizeipräsident Dirk Weinspach hatte gute Nachrichten im Gepäck, als er am Dienstag gemeinsam mit anderen Verantwortlichen die Kriminalitätsstatistik 2019 vorstellte. „Wir haben für 2019 in der Städteregion die niedrigsten Fallzahlen der letzten zehn Jahre zu verzeichnen“, verkündete Weinspach zufrieden. Die Zahl der erfassten Straftaten sank im vergangenen Jahr um 520 auf insgesamt 44.473 Fälle. Gleichzeitig konnten Ermittler die Aufklärungsquote von 52,6 Prozent auf 53,8 Prozent steigern.

Straftaten im Nordkreis Aachen

Rund 2.500 Straftaten in Herzogenrath

Mit den Zahlen in den Nordkreis-Kommunen ist die Polizei ebenfalls zufrieden. In der Stadt Herzogenrath hat es 2019 insgesamt 2.496 registrierte Straftaten gegeben, das bedeutet auf 1.000 Bürger kommen rund 53 Straftaten. Es gab allerdings auch eine negative Entwicklung in der Städteregion, denn die Zahl an Wohnungseinbrüchen in Würselen sei laut dem Polizeipräsidenten ungewöhnlich hoch. Eine genaue Analyse der Fälle soll die Ursache für den Ausreißer herausfinden.

Weiterhin viel Arbeit für die Polizei

Trotz des Rückgangs an Straftaten gibt es keine Ruhe für die Ermittler. 44.473 Fälle bedeuten über das Jahr verteilt immer noch rund 122 erfasste Straftaten pro Tag. Außerdem erweitert sich das Tätigkeitsfeld von Polizisten ständig. Die Digitalisierung und moderne Technologien sorgen für neue Aufgaben. Ein Problem ist Kinderpornographie im Internet. Zwar sei die Städteregion kein „Hotspot für Kinderpornographie“, doch durch international koordinierte Aktionen landen Fälle auch bei der lokalen Polizei. Die Ermittler müssen dann Smartphones sowie Datenträger sicherstellen und anschließend tausende Bilder, Videos und WhatsApp-Nachrichten sichten. Eine riesige Datenmenge von 200 Terabyte hat sich inzwischen in der Asservatenkammer der Polizei angesammelt. Die nötige Ermittlungsarbeit sei einerseits sehr zeitintensiv, andererseits aber auch für die beteiligten Kollegen eine große Belastung. Im Bereich der Sexualstraftaten konnte die Polizei keine große Veränderung registrieren. Dank zunehmender Sensibilisierung werden jedoch im Vergleich zu früher mehr Vorfälle angezeigt.

Mehr Präsenz für ein besseres Sicherheitsgefühl

Sensibilität und Präsenz stehen für Dirk Weinspach auch im Hinblick auf die Zukunft ganz oben auf der Tagesordnung. Etwaigen Problemen will der Polizeipräsident mit der nötigen Polizeipräsenz entgegentreten und für ein gesteigertes Sicherheitsgefühl der Bürger auch riskieren, zukünftig wieder mehr Vorfälle zu registrieren.

Quellen:
Polizei Aachen | https://www.aachener-nachrichten.de/lokales/nordkreis/positive-entwicklung-in-den-nordkreis-kommunen_aid-49349441

Quellen:

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